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Technischen Nachwuchs im Mittelstand sichern

UMU beteiligt sich an Projekt des Bundeswirtschaftsministeriums

Der demographische Wandel sowie die zunehmende Technologisierung der Arbeitswelt führen in den sog. MINT-Qualifikationen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zu steigenden Anforderungen an die Beschäftigten und zu Herausforderungen für die Personalpolitik in mittelständischen Unternehmen. Ein struktureller Fachkräfteengpass führt – trotz Krise – bei Technikern, Meistern und Akademikern bereits jetzt zu einer erschwerten Stellenbesetzung in Unternehmen.

Mittelfristig wird sich diese Situation weiter verschärfen, sollten keine adäquaten Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Zurückzuführen ist dies auf zwei Entwicklungen: Einerseits werden in den kommenden Jahren vermehrt MINT-Fachkräfte aus dem Erwerbsleben ausscheidenden, welche durch nachrückende Jahrgänge nicht ersetzt werden können. Anderseits steigt der generelle Bedarf an MINT-Fachkräften innerhalb des Wirtschaftssystems aufgrund einer zunehmenden Technologisierung.

Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen benötigen Hilfestellungen, um sich im Wettbewerb mit Großunternehmen als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren.
Deshalb beteiligt sich die UMU an einem entsprechenden Projekt des Bundeswirtschaftsministeriums und des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.

Ziel ist es, KMU für die Herausforderungen und Konsequenzen des Fachkräftebedarfs sowie möglicher Engpässe im MINT-Bereich zu sensibilisieren. In einem weiteren Schritt sollen sie motiviert werden aktiv Maßnahmen gegen das Auftreten eines Fachkräftemangels zu ergreifen. Innerhalb des Projekts werden hierfür KMU-kompatible Hilfestellungen zur strategischen Personalentwicklung erarbeitet. Dafür wird ein personalwirtschaftlicher Instrumentenkasten entwickelt, der eine strategische Personalentwicklung im Bereich der MINT-Qualifikationen unterstützt. Dieser Instrumentenkasten gibt den Unternehmen Werkzeuge in den vier Bereichen Personalrekrutierung, Qualifizierung, Mitarbeiterbindung sowie Personal- und Organisationsentwicklung an die Hand. Die Erprobung und Evaluation der eigens entwickelten Instrumente in ausgewählten kleinen und mittelständischen Pilotunternehmen soll die Umsetzbarkeit sicherstellen. Ausgewiesenes Ziel ist darüber hinaus ein breiter Transfer der Projektergebnisse.

Während der gesamten Projektlaufzeit erfolgt prozessbegleitend eine intensive öffentliche Kommunikation, die neben der allgemeinen Öffentlichkeit und den relevanten Fachkreisen insbesondere KMU anspricht und einbindet. Wir laden interessierte Mitgliedsunternehmen herzlich zur Mitarbeit und Einbringung ihrer Erfahrungen ein. Interessierte Unternehmer setzen sich bitte mit Herrn Stigler in Verbindung, Tel. 089/57007 234.