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Die UMU-Unternehmer-Charta


Die Union Mittelständischer Unternehmen e.V. – UMU
ist der Verband der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland. Gegründet 1985 in München, vertritt die UMU mit den ihr angeschlossenen Verbänden inzwischen ca. 70.000 mittelständische Unternehmer, Selbständige und Angehörige der Freien Berufe aus allen Branchen und Regionen Deutschlands. Über 80 % der Mitglieder sind Unternehmen mit bis zu 20 Mitarbeitern. Gerade diese Unternehmen, die anders als Großunternehmen von Politik und Behörden nicht unmittelbar wahrgenommen werden und die ihre spezifischen Interessen weder in den von den großen Mitgliedsunternehmen dominierten Spitzen- und Branchenverbänden noch in der verordneten Mitgliedschaft schwerfälliger und bürokratisch geführter Kammerorganisationen hinreichend vertreten sehen, brauchen eine schlagkräftige Organisation, die ihre vielfältigen Anliegen formuliert und gegenüber Politik und Gesellschaft artikuliert.

Mit ihrer flachen, nicht hierarchischen Organisationsstruktur bietet die UMU in ihren Sektionen Handel und Dienstleistung (Sektion I), Handwerk und Industrie (Sektion II) sowie Freie Berufe und Sonstige (Sektion III) ihren Mitgliedern ein flexibles Forum und eine Stimme, die ihnen bei der Bundesregierung, den Länderregierungen und, in Zusammenarbeit mit ihren Dachverbänden, auch bei der Europäischen Union Gehör verschafft. Hierbei spielt der direkte Kontakt zu Regierungsvertretern und Abgeordneten in den Landtagen und im Bundestag eine wichtige Rolle, denn Vieles lässt sich im direkten Gespräch oft klarer und differenzierter, und damit besonders wirksam darstellen. Auf diese Weise gelingt es häufig leichter, Brücken zu bauen und gangbare Wege zu finden als über öffentliche Verlautbarungen, die nicht selten zu einer vorschnellen Verfestigung von konträren Meinungen beitragen. Natürlich bezieht die UMU klare Positionen und macht diese auch öffentlich in den Medien, der Gesellschaft und gegenüber der Politik deutlich.

Die demokratischen Parteien sind für die UMU ein wichtiger Adressat, um auf die Bedürfnisse der mittelständischen Wirtschaft aufmerksam zu machen. Dabei versteht sich die UMU als politisch neutraler, undogmatischer  Sachwalter ihrer Mitglieder, der sich auf dem Fundament marktwirtschaftlicher Überzeugungen über die Parteigrenzen hinweg für politische Rahmenbedingungen einsetzt, die es engagierten Unternehmern ermöglichen, ihre Kreativität und Produktivität am und für den Standort Deutschland voll auszuspielen. Die UMU formuliert ihre Forderungen an die Politik in dem Bewusstsein, dass sich begehbare Wege häufig nicht innerhalb der engen Grenzen theoretischer Ideale finden lassen. Die vielfältigen Anforderungen gerade der mittelständischen Wirtschaft erfordern vielmehr pragmatische Lösungen. Pragmatismus heißt allerdings nicht, sich nur auf eingefahrenen Gleisen zu bewegen, auf denen man meist zwar schnell vorankommt, aber keineswegs immer sein Ziel erreicht. Deshalb wirbt die UMU immer wieder auch für neue, innovative Ansätze, deren Realisierungsperspektiven aufgrund der kurzen Zeithorizonte politischer Wahlperioden und des zu beobachtenden Mangels an politischen Führungspersönlichkeiten allerdings eher in der langen Frist liegen.